11. ZVFK-Forum "Nierenlebendspende – Zwischen Eigen- und Fremdverantwortung"

Am 18. Juni 2019 fand das 11. ZVFK-Forum Versorgungsforschung mit der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie und dem Kölner Kompetenznetzwerk aus Praxis und Forschung (CoRe-Net) statt.

Während es in politischen und medialen Diskussionen vor allem um postmortale Organspenden geht, lag der Fokus der Veranstaltung auf der Lebendorganspende der Niere und dessen Spender. Hierbei wurden die Auswirkungen auf den Organspender, die Kriterien zur Auswahl eines Lebendspenders und besonders die mentalen und psychosozialen Auswirkungen betrachtet.

Im Rahmen der Veranstaltung referierten renommierte Wissenschaftler aus dem In- und Ausland über die verschiedenen Blickwinkel. So brachte Prof. Dr. med. Dirk Stippel, Schwerpunktleiter Transplantation des Transplantationszentrums und der Allgemein-, Viszeral- und Turmorchirurgie des Universitäts-klinikums Köln, den Teilnehmern den „Einfluss des chirurgischen Eingriffs auf langfristige psychosoziale Outcomes von Nierenlebendspendern“ näher.

 

Prof. Dr. med. Yesim Erim, Leiterin der Psychosomatischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen, berichtete über die „Stolpersteine der psycho-somatischen Evaluation und Selektion von Lebendorganspendern“.  Ein weiterer Vortrag von M.D. Terry Schneekloth, Co-Leiter des Bereichs Suchtmedizin der Abteilung für Psychiatrie und Psychologie der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota (USA), thematisierte Nierentransplantationen im Zusammenhang mit Substanzmissbrauch. Dr. med. Frank Vitinius, Leiter des lokalen klinischen Studienzentrums an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Köln referierte anschließend über die „Mentale Gesundheit von anonymen Nierenspendern“ aus einer internationalen Sichtweisen.

Abgeschlossen wurde die Veranstaltung durch eine spannende Diskussion der Referenten und Teilnehmer zu sowohl klinischen als auch gesellschaftspolitischen Herausforderungen. Zum Ausklang der Vortragsveranstaltung wurde die Gelegenheit genutzt, bei einem kleinen Fingerfood-Buffet  noch einmal in kleinen Gesprächsrunden den persönlichen Austausch zu suchen.